Muskelaufbau als Vegetarier oder Veganer


 
Muskelaufbau als Vegetarier / Veganer

Vegetarier werden ja oft belächelt, Vorurteile wie „Ohne Fleisch hat man doch keine Kraft“, „Vegetarier sehen immer so kränklich aus“ oder „Der Körper braucht Fleisch zum Muskeln aufbauen“ sind weit verbreitet und halten sich hartnäckig. Aber diese Vorurteile und Sprüche kann man getrost vergessen, Vegetarier können genauso gut Muskeln aufbauen wie Fleischesser – Sie müssen lediglich andere Eiweißquellen nutzen. Noch schlimmer sind die Vorurteile vor einer veganen Ernährung im Kraftsport, also einer rein pflanzlichen Ernährung ohne Milchprodukte und Ei. Ich starte mit diesem Artikel eine neue Artikelreihe im MuskelBlog, in der ich über vegetarische oder vegane Ernährung beim Kraftsport / Muskelaufbau informieren möchte.

Vegetarische und vegane Eiweißquellen

Vegetarier

Vegetarier greifen gerne auf Milchprodukte zurück, da diese günstig sind und nicht aufwendig zubereitet werden müssen (Als Beispiel Magerquark: Nur aufreißen und essen, eine perfekte Eiweißquelle). Auch Hüttenkäse, Joghurt und fettarme Milch sind gute Eiweißlieferanten.

Auch Supplemente wie Eiweißshakes aus Molkeneiweiß oder Soja oder Eiweißriegel können die Ernährung eines Vegetariers ergänzen und mit Eiweiß anreichern.

Veganer

Für Veganer sind Pflanzen eine hervorragende Eiweißquelle, vor allem Soja ist hier in allen Formen (Sojamilch, Sojapudding, Sojabratlinge, Sojaflocken usw.) zu empfehlen. Aber auch Seitan (Weizeneiweiß) und Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen, Nüsse, Sprossen und Samen sind sehr reich an Eiweiß. Es gibt auch rein pflanzliche Protein-Preparate, hier wird meist Soja – oder Reisprotein genutzt.

In meiner Liste mit eiweißreichen Lebensmitteln finden auch Vegetarier viele Eiweißquellen, sortiert die Liste einfach nach Lebensmittelart.

Die Vorteile einer vegetarischen oder veganen Ernährung beim Muskelaufbau

Die oft gehörte Behauptung, dass Eiweiß aus Fleisch besonders hochwertig sei, ist ganz einfach falsch. Putenfleisch hat beispielsweise eine biologische Wertigkeit von 91 – selbst eine rein vegane Kombination aus Mais und Bohnen hat mit glatten 100 eine viel höhere biologische Wertigkeit, Vegetarier können mit einem Mix aus Kartoffel und Vollei sogar eine biologische Wertigkeit von 136 erreichen.

Außerdem machen die in Fleisch, Ei und Milchprodukten enthaltenen tierischen Fette das Blut dicker, was einen schlapp und müde macht. Die in einer rein pflanzlichen Ernährung enthaltenen Fette enthalten kein Cholesterin, sind also viel gesünder.

Mit Fleisch nimmt man so manches an Medikamenten zu sich – vor allem im bei Sportlern so beliebten Putenfleisch findet sich viel Antibiotikum.

Zusätzlich will ich auch die moralischen Vorteile einer vegetarischen Ernährung nicht verschweigen. Schaut euch mal dieses Video an, wo zum Beispiel Putenfleisch herkommt (wenn ihr euch traut). Bei PeTA könnt ihr sehr viel über die in deutschland weit verbreitete (rund 96%) Massentierhaltung erfahren, auch wenn das im wahrsten Sinne des Wortes nicht leicht zu verdauen ist. Wollt ihr sowas wirklich essen? Wollt ihr für sowas wirklich verantwortlich sein?

http://www.youtube.com/watch?v=8Ze7rdF46dI

Fazit

Ja, Vegetarier und vor allem Veganer müssen mehr Aufwand betreiben, um sich eiweißreich zu ernähren. Man muss mehr selbst kochen, noch gibt es weniger Fertigprodukte. Aber es lohnt sich – eine vegetarische oder vegane Ernährung ist gesünder und es ist möglich mit diesen Ernährungsweisen Bodybuilding zu betreiben und Muskeln aufzubauen. Das man ganz nebenbei auch noch etwas Gutes für das Recht der Tiere macht, sollte ein weiterer Anreiz sein!

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